Unser Mitarbeiter Veit Klaue

Unser Mitarbeiter Veit Klaue

Veit Klaue ist Netzwerk- und Ehrenamtskoordinator in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Doberlug-Kirchhain. Wie er zum Job gekommen ist und warum er sich besonders gerne an einen Moment in der Finsterwalder Grundschule erinnert, hat er uns für die Reihe "Unsere Mitarbeiter" erzählt.

Hallo Herr Klaue, seit wann arbeiten Sie in der EAE in Doberlug-Kirchhain?

Angefangen habe ich im Juni 2019 als Ehrenamtskoordinator. Mittlerweile bin ich aber auch Netzwerkkoordinator und stellvertretender Teamleiter im Bereich Sozialbetreuung.

Worum kümmern Sie sich in der Einrichtung? 

Meine Aufgaben in der Einrichtung sehr vielfältig. Ich kümmere mich im Bereich der ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Erstaufnahmeeinrichtung u.a. um die Akquise, den Einsatz und die Abrechnung der Tätigkeiten in Doberlug-Kirchhain. Außerdem bin ich für die Netzwerkarbeit verantwortlich. Ich stelle Kontakte zu Vereinen und Institutionen im Umfeld der EAE her und prüfe Schnittmengen, die beiden Seiten Vorteile bringen. Dabei geht es speziell um die Kontakte zur Stadtverwaltung Doberlug-Kirchhain und zu Sportvereinen, um gemeinsame Aktionen zu realisieren.

Was hat Sie dazu bewegt, den Job in der Erstaufnahmeeinrichtung zu beginnen?

Im April 2019 suchte ich eine neue berufliche Herausforderung. Und weil mich die ausgeschriebene Stelle als Ehrenamtskoordinator interessierte, habe ich mich beworben und die Stelle bekommen.

Was ist ihre Motivation?

Es motiviert mich ungemein, da ich gerne für und mit Menschen arbeite. Es ist mir ein Anliegen, dass ich dabei etwas für diese Menschen genauso wie für die Region, in der wir leben, bewegen kann.

Gibt es einen Moment oder eine Situation, an die Sie sich aus ihrem Arbeitsalltag gerne erinnern?

Ein Besuch in der Finsterwalder Grundschule hat mich wirklich geprägt. Dort bin ich mit zwei Bewohnern aus der Einrichtung hingefahren, weil Schüler einer sechsten Klasse uns im Sachkundeunterricht zum Thema "Flucht und Fluchtursachen" eingeladen hatten.

Haben Sie den Tag in der Grundschule besonders vorbereitet?

Auf jeden Fall. In Vorbereitung auf den Unterricht haben die Schulleitung und ich einen Fragebogen entwickelt, an dem sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Fragen an die Geflüchteten wenden konnten. Außerdem habe ich den Termin auch mit den beiden Bewohnern entsprechend vorbereitet.

Wie lief die Schulstunde ab? Hat die Zeit gereicht?

Für alle Beteiligten war die eine Unterrichtstunde viel zu kurz, um alle Fragen umfassend beantworten zu können. 

Wie waren die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler nach der Stunde?

Die Schüler sahen die gesamte Thematik im Anschluss viel differenzierter und konnten sich besser in die Lage der Geflüchteten versetzen. Die Stunde war ein voller Erfolg. Darum waren die Schulleitung und ich uns danach einig, die Gesprächsrunde unbedingt zu wiederholen.

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