Finale beim Tropical Islands – 20 Teams aus den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete bei der Brandenburgischen Straßenfußball-Meisterschaft 2022

Sie alle lieben Straßenfußball: Mehr als 800 fußballgeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsenen sind am vergangenen Samstag mit ihren Teams zum Finale der Brandenburgischen Straßenfußball-Meisterschaft beim Tropical Islands gepilgert. Mit großem Sportsgeist dabei waren auch insgesamt 20 Mannschaften aus den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete des Landes Brandenburg: sechs aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt, darunter zwei Kinder-Teams, acht Erwachsenen-Teams aus Doberlug-Kirchhain und sechs Teams aus Wünsdorf, darunter ebenfalls zwei Kinder-Teams. Mit 168 Teams insgesamt verzeichnete das von der Brandenburgischen Sportjugend organisierte Turnier einen neuen Teilnahmerekord.

Zwei Teams gewinnen Medaillen

Zwei Teams aus den Erstaufnahmeeinrichtungen hatten am Ende des sportlichen Tages besonderen Grund zum Strahlen. In der Altersklasse 4 der Männer landete das Team „EAE 1“ aus Eisenhüttenstadt auf Platz drei. In derselben Altersklasse gab es für die „Africa Stars“ aus Wünsdorf die Sonderplatzierung für „Fairplay“. Beide Teams durften sich über Medaillen freuen.

Aber auch alle anderen Teilnehmenden aus den Erstaufnahmeeinrichtungen verbrachten einen durchweg freudigen Tag beim Finale der Straßenfußballliga. Einige trafen unter den Mannschaften der jeweils anderen Erstaufnahmeeinrichtungen alte Bekannte wieder oder schlossen neue Freundschaften mit Mitgliedern aus anderen Teams. Besonders schön: Alle Teilnehmenden erhielten Freikarten für das Tropical Islands.

DRK-Workshop zu Erster Hilfe kommt gut an

Auch jenseits der elf Straßenfußball-Courts gab es ausreichend Programm mit weiteren Sportgeräten wie Torwand oder einem aufblasbaren Fußballcourt sowie verschiedenen Workshops. Auch das DRK war mit einem Info- und Mitmachstand vertreten: Zwei Mitglieder des DRK-Ortsvereins Doberlug-Kirchhain informierten über Erste Hilfe und stießen damit auf großes Interesse.

Integrative Sportveranstaltung

Die Brandenburgische Sportjugend organisiert die Straßenfußballmeisterschaft im Rahmen ihrer Projekte „Integration durch Sport“, „Straßenfußball für Toleranz“ und „Willkommen im Sport“ seit einigen Jahren. Mit der integrativen Sportveranstaltung bringt sie unterschiedliche Akteurinnen und Akteure aus der landesweiten Integrationsarbeit zusammen. Straßenfußballteams aus ganz Brandenburg qualifizieren sich in Vorrunden für das Turnier, darunter viele mit Migrantinnen und Migranten. Ins Finale kommen nicht nur die bei den Vorrunden erfolgreichsten, sondern auch die fairsten Teams.

Bei der Eröffnung des Finales brachte Katrin Krumrey, Kinder- und Jugendbeauftragte des Landes Brandenburg, das Anliegen des integrativen Turniers auf den Punkt: „Sport verbindet uns alle. Die Regeln sind weltweit gleich“. Zu den Ehrengästen des Finales zählte auch Christian Seiler von der DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg, Objektleiter der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Wünsdorf. Er betonte die hohe Bedeutung des Turniers für die Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen und dankte der Brandenburgischen Sportjugend, die den Alltag der Geflüchteten in den Einrichtungen das ganze Jahr über mit verschiedenen Sportangeboten bereichert.  

Ein Höhepunkt im Jahreskalender der Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete

In den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete ist die Brandenburgische Straßenfußballmeisterschaft schon lange fest als ein Höhepunkt im Jahreskalender verankert. Bei den drei CampCups in den Einrichtungen in Eisenhüttenstadt, Doberlug-Kirchhain und Wünsdorf qualifizieren sich die Teams vorab für das Finale.

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