Ein Händedruck zum Abschied (Symbolbild)

Erfahrungsschatz von über 30 Jahren: Dienstälteste Mitarbeiterin in der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt geht in Rente

Seit 2016 ist die DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg-Ost im Auftrag des Landes Brandenburg in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Eisenhüttenstadt für zentrale Aufgabe wie Unterbringung, Versorgung, Sozialbetreuung und -beratung von Geflüchteten zuständig. Von Anfang an dabei im Team der DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg-Ost war Sylvia Constantin. Nun geht die 66-jährige Hausbetreuerin zum 1. Oktober in Rente – und nimmt einen großen Erfahrungsschatz aus der Einrichtung mit.

So lange wie Sylvia Constantin hat kaum jemand in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Eisenhüttenstadt gearbeitet: 1991 stellte sie der damalige Betreuungsdienstleister an, zunächst als Rezeptionistin und in der Ambulanz als Dolmetscherin für Rumänisch. Auch bei Presseterminen in der Einrichtung war sie gefragt und dolmetschte für die Reporterinnen und Reporter, die auf dem Gelände der Einrichtung herumgeführt wurden.

Mitarbeitende mit Rumänischkenntnissen waren 1991 gefragt

Sylvia Constantins Mann ist Rumäne, auch er fing 1991 an, in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt zu arbeiten. Ein Großteil der Geflüchteten kam damals aus Rumänien in die Einrichtung, Mitarbeitende mit Rumänischkenntnissen wurden händeringend gesucht, berichtet Sylvia Constantin. „Sie haben mich gefragt, ob ich dort arbeiten könnte.“

Konnte sie: Sylvia Constantin spricht fließend Rumänisch. Sie und ihr Mann hatten fast zehn Jahre in Rumänien gelebt, bevor sie Mitte der 1980er Jahre nach Eisenhüttenstadt zurückkehrten, in die Heimatstadt von Sylvia Constantin. Die Träger für die Betreuung der Geflüchteten in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt wechselten über die Jahre mehrfach. Sylvia Constantin wurde immer wieder übernommen.

Hausbetreuerin bei der DRKFlüchtlingshilfe Brandenburg-Ost

Bei der DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg-Ost war sie als Hausbetreuerin angestellt und mochte ihre Arbeit mit vielfältigen Aufgaben immer: Hygieneartikel an die Bewohnenden ausgeben; bei Fragen unterstützend zur Seite stehen oder an die richtige Stelle weiter verweisen; erklären, wie der Transfer in eine andere Einrichtung abläuft; Zimmer für neue Bewohnende vorbereiten. „Manche kommen auch und wollen einfach nur reden, brauchen mal einen Ansprechpartner“, erzählt Sylvia Constantin. Da gehe es oft um Privates, etwa Sorgen um Familienangehörige, die noch in den Herkunftsländern sind. Für die Hausbetreuerin hieß es dann: erst einmal zuhören, und die Menschen dann mit dem Team Sozialbetreuung verbinden.

Das Schönste an der Arbeit: der Umgang mit den Menschen

Was ihr in den über dreißig Jahren am meisten Freude gemacht hat? „Der Umgang mit den Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationalitäten.“

Nun freut sich die dienstälteste Mitarbeiterin der DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg-Ost in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Eisenhüttenstadt auf mehr Zeit mit ihrer Familie, im Garten und vor allem: mit den Enkelkindern.

 

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