Ausstellungseröffnung im Rechenzentrum Potsdam

Ausstellungseröffnung im Rechenzentrum Potsdam

Kunstprojekt „making them disappear“ lädt ein zum Dialog mit Geflüchteten.

Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen – bei der Ausstellungseröffnung des Projekts „making them disappear“ stand neben der Präsentation der künstlerischen Arbeiten vor allem der Austausch zwischen Geflüchteten und Potsdamern im Vordergrund. Rund 90 Personen waren am Freitagabend der Einladung der DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg und der Flüchtlingshilfe Babelsberg gefolgt und zur Vernissage ins Rechenzentrum Potsdam gekommen. Gezeigt wurden Portraits und gestalterische Arbeiten, die der Künstler Stefan Büchner gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Doberlug-Kirchhain entwickelt hatte.

„Nutzen Sie die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Lernen Sie einander kennen,“ lud Projektinitiator Theo Ripplinger von der DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg gGmbH die Besucherinnen und Besucher zu Beginn der Eröffnung ein. Denn das Kunstprojekt ist vor allem das: eine Einladung zum gemeinsamen Dialog.

Gemeinsam mit rund 30 Bewohnerinnen und Bewohnern hatte der Berliner Künstler Stefan Büchner im November 2018 das Kunstprojekt in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Doberlug-Kirchhain gestartet. Neben den von ihm aufgenommenen Portraits hatten die Geflüchteten dabei die Möglichkeit, eigene korrespondierende Arbeiten zu entwickeln. In der Ausstellung hängen daher Portraits und künstlerische Botschaften der Geflüchteten nebeneinander.

„Es ist beeindruckend, dass Sie ein solches Projekt in einer Erstaufnahmeeinrichtung umgesetzt haben. Es ist ein tolles Projekt, das die Würde der Menschen in der Erstaufnahme ehrt,“ erklärte Magdolna Grasnick, Beauftragte für Migration und Integration der Landeshauptstadt Potsdam, in ihrem Grußwort.

Mithilfe der Unterstützung der Stadt Potsdam und des Bündnisses für Brandenburg wird das Projekt in den kommenden Wochen noch weitergeführt: Während der Ausstellungstage haben alle Interessierten die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen und das Projekt mit eigenen Arbeiten mitzugestalten.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Juli 2019 immer freitags, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

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