DRK-Projekt "Zusammen Stark": Neue Workshops angekündigt

DRK-Projekt "Zusammen Stark": Neue Workshops angekündigt

Die Anmeldungen für vier Workshops des Projekts "Zusammen stark! - Integration von Geflüchteten in soziale Berufe und Gesundheitsberufe" haben begonnen. Sie geben Tipps, um den Umgang zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten zu verbessern.

Das DRK-Projekt "Zusammen stark! - Integration von Geflüchteten in soziale Berufe und Gesundheitsberufe", mit dem der DRK-Landesverband Brandenburg Geflüchtete in Potsdam und Umgebung bei der Berufsorientierung und dem Start ins Berufsleben unterstützt, bietet von September bis November insgesamt vier Workshops für alle Interessierten an.

1. Workshop: "Wenn die Luft raus ist"

Am 30. September findet von 16 bis 19 Uhr der Workshop mit dem Titel "Wenn die Luft raus ist" im Rechenzentrum in Potsdam (Dortustraße 46, 14467 Potsdam, Raum 106) statt.

In diesem Workshop möchten wir freiwilligen Helfern Gelegenheit geben, miteinander über Motivation und Selbstfürsorge in der Flüchtlingshilfe ins Gespräch zu kommen. Denkbar sind Themen wie: Grenzen setzen oder Verarbeitung von Belastendem.

Dozentin: Irene Thöne

Anmeldeschluss: 15. September 2020

2. Workshop: "Interkulturelle Baustellen: Unterschiede im Umgang mit Zeit"

Am 10. Oktober 2020 findet von 10 bis 15 Uhr im Potsdamer Rechenzentrum (Dortustraße 46, 14467 Potsdam, Raum 106) der Workshop "Interkulturelle Baustellen: Unterschiede im Umgang mit Zeit" statt.

Im Workshop geht es darum, zu erfahren, welche unterschiedlichen Kulturkonzepte von Zeit es gibt und sich besser in die Perspektive der Geflüchteten mit anderen Zeitkonzepten versetzen zu können.

Dozentin: Ulrike Wolf

Anmeldeschluss: 28. September 2020

3. Workshop: "Geschlechterrollen in der arabischen Welt – vor und nach der Flucht"

14. November 2020, 10-15 Uhr, Anmeldung bis: 26.10.2020, Rechenzentrum, Raum 106, Dortustraße 46, 14467 Potsdam.

Mit dem Zuzug vieler Geflüchteter sind auch fremde Geschlechterrollen stärker ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gerückt. Das ist häufig verbunden mit vielen Irritationen und Emotionen auf beiden Seiten. Was ist für wen akzeptabel und was nicht? Wo fängt die Gleichberechtigung an, wo hört sie auf? Der Workshop beschäftigt sich mit den Rollen von Mann und Frau und legt dabei einen Schwerpunkt auf den arabischen Raum. Folgende Aspekte werden thematisiert:

  • Rollenverteilungen im arabischen Raum
  • Einstellungen von Männern im arabischen Raum: Empirische Befunde
  • Die „Kopftuchfrage“
  • Spezifische Fluchtgründe von Frauen
  • Die Situation von Frauen und Männern nach der Ankunft in Deutschland
  • Besondere Herausforderungen: Wenn die Vorstellungen unvereinbar sind

4. Workshop: "Interkulturelle Kompetenz im Engagement"

28. November 2020, 10-15 Uhr, Anmeldung bis: 9. November 2020, Rechenzentrum, Raum 106, Dortustraße 46, 14467 Potsdam.

Durch die Aufnahme und Unterbringung der Geflüchteten kommt Bewegung in die Gemeinden und Städte Brandenburgs. Die vielen Menschen, die das ehrenamtliche Engagement tragen, treffen dabei auf Menschen mit unterschiedlichsten Biographien und nicht selten mit Erfahrungen aus extremen Lebenssituationen. Hinzu kommt, dass diejenigen, die bei uns Zuflucht suchen, jeweils auch ihre kulturellen Normen, Alltagsroutinen oder Mythen mitbringen. Missverständnisse und Irritationen sind möglich. Das gilt für beide Seiten. Deshalb sind Kenntnisse über grundlegenden Bedingungen für gelingende interkulturelle Begegnungen von enormem Vorteil. Ein halbtägiger Workshop bietet ehrenamtlich Engagierten einen Einstieg ins Thema. Im Mittelpunkt steht die Reflektion der eigenen kulturellen Prägungen und die Möglichkeiten des Umgangs mit kulturellen Irritationen.
Weitere mögliche Inhalte des Workshops:

  • Kulturdimensionen und -modelle
  • Reflexion von Prägungen und Zugehörigkeit(en)
  • Sensibilisierung für Vorurteile & Stereotype und deren Wirkung• Zuwanderung und Zusammenleben
  • Erkennen von Kompetenzen und Ressourcen
  • Schritte zu interkultureller Handlungskompetenz

 

Die Workshops möglich macht die Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit (ISA). Vielen Dank!

Mehr Informationen zum Projekt "Zusammen Stark"

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