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DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg: Schutz bieten. Hoffnung schenken.

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DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg

Internationaler Tag des Ehrenamtes

Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes. Petra Reinhard erzählt, warum sie sich neben Job und Familie engagiert. Die 51-jährige ist eine von 18 Ehrenamtlichen, die Geflüchteten in der vom DRK betriebenen Erstaufnahmeeinrichtung im brandenburgischen Wünsdorf das Ankommen in Deutschland erleichtern.

Internationaler Tag des Ehrenamtes

Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes. Petra Reinhard erzählt, warum sie sich neben Job und Familie engagiert. Die 51-jährige ist eine von 19 Ehrenamtlichen, die Geflüchteten in der vom DRK betriebenen Erstaufnahmeeinrichtung im brandenburgischen Wünsdorf das Ankommen in Deutschland erleichtern.

 

1. Frau Reinhard, Sie sind ehrenamtlich für die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Wünsdorf tätig. Was motiviert Sie an der Arbeit?


In Deutschland kann ich mit meiner Familie in Frieden leben. Andere Menschen haben nicht so viel Glück und verlassen ihre Heimat nicht ohne Grund. Es ist für mich keine Frage, diesen Menschen Hilfe anzubieten. Ich finde es außerdem sehr bereichernd, die vielen unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen. Das Verständnis für die Situation wird stärker, wenn man die Hintergründe kennt und die Menschen persönlich erlebt. Ich selbst habe 15 Jahre im Ausland gewohnt und war immer sehr dankbar, wenn mir Menschen hilfsbereit begegnet sind. Einige meiner syrischen Freunde bezeichnen mich mittlerweile als „Schwester“. Das berührt mich sehr.

 

2. Was sind Ihre Aufgaben?


Ich gebe jeden Donnerstag zwischen 15.30 und 17.00 geflüchteten Erwachsenen Deutschunterricht. Aktuell plane ich zudem gemeinsam mit 10 anderen Ehrenamtlichen einen interkulturellen Begegnungstreff außerhalb der Erstaufnahme. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem sich Geflüchtete und Wünsdorfer in einer neutralen Umgebung begegnen, gegenseitig Fragen stellen dürfen und über Sorgen und Probleme reden können. Der Begegnungsraum soll Geflüchteten auch dabei helfen, ihr Deutsch zu verbessern. Wir freuen uns natürlich über weitere Unterstützer!

 

3. Wie wird Ihr Engagement aufgenommen?


Mit sehr viel Dankbarkeit und Wertschätzung. Die Bewohner haben großes Interesse an der Deutschen Geschichte und Kultur und stellen viele Fragen. In der Regel wollen sie aber ganz alltägliche Dinge wissen, wie man z.B. ein Zugticket kauft, den Busfahrplan liest oder auf Deutsch nach dem Weg fragt. Das ist für uns selbstverständliches Alltagswissen, für Geflüchtete aber essentiell, um sich in Deutschland gut zurechtzufinden. Dabei unterstütze ich gerne und stehe Rede und Antwort.

 

4. Wie verständigen Sie sich?


Viele der Bewohner sprechen gutes Englisch. Wenn das nicht funktioniert, verständige ich mich mit Handzeichen, mache das, was ich sagen will, spielerisch vor oder male es auf. Bisher gab es noch nie wirkliche Probleme. Man kann auch mit Hilfe des Internets Übersetzungen finden.
Verständigung funktioniert manchmal aber auch ohne Worte. Es gibt ein Lied, das scheinbar international bekannt ist: „Bruder Jakob“. Alle können es mitsingen, wir haben den Kanon schon gleichzeitig in Deutsch, Französisch und Arabisch gesungen. Das schafft Verbindung.

 

Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren? Hier können Sie sich informieren: http://www.drk-fluechtlingshilfe-brb.de/index.php/ehrenamt