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DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg

Kenianischer Hühnerschmortopf mit Mukimo

Vor der Teeküche im ersten Stock des Familienhauses in der Erstaufnahmeeinrichtung Wünsdorf-Waldstadt sammelt sich ein Grüppchen von kenianischen Frauen, die gut gelaunt Rezepte austauschen. Die Entscheidung ist schnell gefallen: heute gibt es Hühnerschmortopf mit Mukimo!

Vor der Teeküche im ersten Stock des Familienhauses in der Erstaufnahmeeinrichtung Wünsdorf-Waldstadt sammelt sich ein Grüppchen von kenianischen Frauen, die gut gelaunt Rezepte austauschen. Die Entscheidung ist schnell gefallen: heute gibt es Hühnerschmortopf mit Mukimo!


Es ist Montagnachmittag. Wie alle zwei Wochen fährt DRK-Sozialbetreuerin Antje mit acht Bewohnerinnen der Erstaufnahmeeinrichtung in das Mehrgenerationenhaus nach Zossen. Es wird geschnippelt, gekocht, gegessen und – das ist ja bekanntlich das schönste am gemeinsamen Essen – bis in den Abend hinein erzählt und gelacht.


Bevor es richtig losgeht, wird noch gemeinsam eingekauft. Im Einkaufswagen landen Zwiebeln, eine Knoblauchknolle, Tomaten und Hähnchenkeulen. Bewohnerin Teresiah erkundigt sich bei Antje nach „Peas“. „Erbsen“ übersetzt sie und deutet auf das Tiefkühlfach. Teresiah inspiziert kritisch das kalte Päckchen in ihrer Hand und legt es dann zögernd in den Wagen.


Später erzählt Teresiah über den Gemüseanbau in ihrem Heimatland. Ihre Großeltern bewirtschafteten ein kleines Stück Land etwas außerhalb von Nairobi. Erbsen gab es entweder frisch oder getrocknet. „Wir haben immer viel Gemüse und den weltbesten Spinat gehabt“, schwärmt sie. „Dann hat aber ein großes Unternehmen die Ackerflächen aufgekauft.“ Teresiah schildert das Schicksal vieler afrikanischer Kleinbauern, die durch sogenanntes ‚Landgrabbing‘ durch internationale Agrarinvestoren ihre Existenzgrundlage verloren haben. Die Stimmung ist kurz betrübt, dann huscht aber wieder ein Lächeln über Teresiahs Gesicht: „Warum in Gottes Namen macht ihr in Deutschland Sahne in den Spinat? Das schmeckt doch fürchterlich!“, sagt sie. Die ganze Runde lacht.


Auf dem Herd schmoren inzwischen die Hähnchenkeulen. Der Raum füllt sich mit köstlichen Gerüchen. „Das Essen in der Erstaufnahmeeinrichtung ist eigentlich ganz gut“, sagt die 24-Jährige Beth. „Wenn wir unsere traditionellen Gerichte kochen ist es aber, als würden wir ein Stück Heimat nach Deutschland holen.“

 

Kenianischer Hühnerschmortopf


Zutaten für 4 Personen:


3 EL Bratöl
8 Hähnchenkeulen
4 mittelgroße Tomaten
1 rote Paprika
3 mittelgroße Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Tasse Hühnerbrühe
Chicken Masala Gewürz
Frische Korianderblätter

 

Zubereitung:


Öl in einem großen Topf erhitzen, Hähnchenkeulen behutsam anbraten. Knoblauch und Zwiebeln klein Würfeln, Paprika grob reiben und in den Topf geben, Chicken Masala Gewürz hinzufügen, gut umrühren. Fünf Minuten auf kleiner Flamme garen. Gemüsebrühe hinzufügen, kurz aufkochen und weitere 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Tomaten hinzufügen, weitere 10 Minuten schmoren lassen. Vor dem Servieren gewaschene und grob gehackte Korianderblätter hinzufügen.

 

Mukimo


Mukimo leitet sich ab aus dem swahilischen „kima“, was so viel bedeutet wie „zerstampfen“ oder „zerdrücken“. Das traditionelle zentralkenianische Gericht ist eine Art Kartoffelpüree und wird zu Gemüse- oder Fleischeintöpfen serviert. Bei großen Feierlichkeiten, so die Köchinnen, darf Mukimo keinesfalls fehlen.


Zutaten für 4 Personen:


1,5 kg mehlig kochende Kartoffeln
500 g Erbsen (frisch oder tiefgefroren)
300 g Mais (frisch oder aus der Dose)
Brennnessel- oder Kürbisblätter (nach Belieben)
Salz


Zubereitung:


Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und mit Wasser und Salz zum Kochen bringen. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, Brennnessel- oder Kürbisblätter hinzufügen und mindestens 5 weitere Minuten köcheln lassen. In einem zweiten Topf Erben und Mais erhitzen. Kartoffeln, Erbsen und Mais vom Herd nehmen und abgießen. Alle Zutaten in einem großen Topf vermengen und so lange zerdrücken, bis eine breiige Masse entsteht. Mit Salz abschmecken.