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DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg: Schutz bieten. Hoffnung schenken.

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DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg

Begleitete Minderjährige bisher zu wenig im Blick

Auf dem DRK-Fachtag „Familien auf der Flucht“ am 13. Dezember haben rund 100 Fachleute aus Wohlfahrt- und Sozialarbeit, Politik und Verwaltung über die Bedingungen von geflüchteten Familien und Kindern in Brandenburg diskutiert. Ziel war es nicht nur, allen interessierten Akteuren Einblicke in die Arbeit der DRK-Flüchtlingshilfe in Brandenburg zu ermöglichen, sondern auch zu einem dauerhaften und organisationsübergreifenden Austausch anzuregen.

Begleitete Minderjährige bisher zu wenig im Blick

Auf dem DRK-Fachtag „Familien auf der Flucht“ am 13. Dezember haben rund 100 Fachleute aus Wohlfahrt- und Sozialarbeit, Politik und Verwaltung über die Bedingungen von geflüchteten Familien und Kindern in Brandenburg diskutiert. Ziel war es nicht nur, allen interessierten Akteuren Einblicke in die Arbeit der DRK-Flüchtlingshilfe in Brandenburg zu ermöglichen, sondern auch zu einem dauerhaften und organisationsübergreifenden Austausch anzuregen.


„Sowohl die Impulsreferate als auch die darauffolgenden Diskussionen in den Workshops haben heute gezeigt, dass wir in Brandenburg schon auf einem guten Weg sind“, resümiert Vanessa Trampe-Kieslich, Referentin für Flüchtlingshilfe und Migration im DRK-Landesverband Brandenburg. Unter anderem hat die Novellierung des Landesaufnahmegesetzes (LAufnG) dazu beigetragen, dass die Migrationssozialarbeit und damit die Beratungs- und Betreuungsstrukturen in Brandenburg spürbar verbessert wurden. In einigen Punkten müssen aber sowohl Politik und Verwaltung als auch die Wohlfahrts- und Sozialverbände noch nacharbeiten, so das Fazit der Veranstaltung. Insbesondere die Zielgruppe der begleiteten Minderjährigen ist bisher zu wenig beachtet worden. Anders als unbegleitete Minderjährige haben sie keinen ausreichenden Zugriff auf die Regelangebote der Kinder- und Jugendhilfe. „Das ist gerade im Hinblick auf die unsicheren Lebensbedingungen vieler geflüchteter Familien kritisch“, so Trampe-Kieslich weiter.


Für Familien und Kinder müssen weitere diversitätsbewusste und kultursensible Angebote geschaffen werden, die sie schon während des Asylverfahrens fördern und unterstützen, darüber waren sich die Teilnehmer des Fachtags einig. Auch sind bestehende Angebote den handelnden Akteuren der Flüchtlingshilfe nicht ausreichend bekannt und könnten stärker vernetzt und verzahnt werden. „Ideal wäre eine Art Lotsensystem bestehend aus psychosozialen Schwangerschafts- und Familienberatungsstellen, Familienhebammen und ehrenamtlichen Paten, die geflüchtete Familien langfristig begleiten und stabilisieren“, sagt Viola Jacoby, Teamleiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit im DRK-Landesverband Brandenburg. „Solche Ideen müssen gemeinsam entwickelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir in einen organisationsübergreifenden Diskurs einsteigen, in dem wir uns öffnen, Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Das ist uns heute gelungen“, so Jacoby weiter.


Eröffnet wurde der Fachtag durch Grußworte von Dr. Frank-Walter Hülsenbeck, Präsident des DRK-Landesverband Brandenburg und Ulrich Wendte, Referatsleiter Zuwanderung und Integration im MASGF. Im Anschluss referierten Prof. Dr. Veronika Fischer von der Hochschule Düsseldorf und die ehemalige Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Karin Weiss, über die sozialen und politischen Herausforderungen im Umgang mit geflüchteten Familien in Deutschland und Brandenburg. Am Nachmittag ging es dann an den praktischen Austausch: Expertinnen und Experten der DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg und Vertreterinnen familienunterstützender Angebote gaben in Workshops Einblicke in die Erfahrungen und Erkenntnisse, die das DRK im Land Brandenburg seit 2015 im Bereich der Flüchtlingshilfe gesammelt hat.


Weitere Informationen zur DRK-Flüchtlingshilfe finden Sie hier: www.drk-fluechtlingshilfe-brb.de