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DRK-Flüchtlingshilfe Brandenburg

Fragen an… Hamza Al Dahouk

Kinderbetreuung in der Erstaufnahmeeinrichtung

Der Besuch der Kita in der Erstaufnahme ist freiwillig, die Nachfrage groß. Die Erzieher haben alle Hände voll zu tun. Einer von ihnen ist der 25-jährige Hamza Al Dahouk, der 2015 selber aus Syrien floh und jetzt beim DRK arbeitet.

Der Besuch der Kita in der Erstaufnahme ist freiwillig, die Nachfrage groß.
Die Erzieher haben alle Hände voll zu tun.
Einer von ihnen ist der 25-jährige Hamza Al Dahouk, der 2015 aus Syrien floh.


Hamza, wie bist du zu Deiner Tätigkeit in der Kinderbetreuung
der Erstaufnahmeeinrichtung gekommen?

Im Dezember 2015 kam ich als Geflüchteter in die Einrichtung und war hier etwa eineinhalb Monate lang. Da ich schon etwas Deutsch konnte und Englisch spreche, habe ich damals den DRKlern bei Übersetzungen geholfen und sie bei der Koordination unterstützt. Denn zu dieser Zeit kamen hier teilweise 200 Menschen täglich an. Nach 45 Tagen wurde ich in einer anderen Unterkunft untergebracht, habe mich aber schnell darum bemüht, auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich habe eine Wohnung in Kirchhain gefunden. Und da die Rotkreuzler der Erstaufnahmeeinrichtung mich bereits kannten, habe ich gefragt, ob ich sie weiterhin unterstützen darf. Zunächst wurde ich ehrenamtlich wenige Stunden in der Kinderbetreuung eingesetzt. Seit Anfang 2017 arbeite ich in Vollzeit hier.

Wie geht es Dir in Deutschland?

Mir geht es hier sehr gut. Ich habe Spaß an der Arbeit und freue mich, dass das DRK mir diese Chance gegeben hat. Ich finde es spannend, die deutsche Kultur kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Leute sind sehr nett zu mir und hierbei hilft es ungemein, dass ich mich mit ihnen unterhalten kann. Deshalb möchte ich auch die Kinder in der Einrichtung ermutigen, Deutsch zu lernen.
An Deutschland selbst schätze ich sehr, dass es ein demokratisches Land ist. Man kann hier ohne Angst seine Meinung sagen. Zudem gefällt es mir, dass der Umgang zwischen Männern und Frauen so unkompliziert ist. Ich habe sowohl viele männliche als auch weibliche Freunde.
Trotzdem fehlt mir meine Heimat Syrien. Ich mache mir Sorgen um meine Familie und versuche täglich, sie zu kontaktieren. Auch vermisse ich es, einmal in der Woche mit allen Freunden, Verwandten und Nachbarn zusammenzukommen, um gemeinsam zu essen, Tee zu trinken und sich über Gott und die Welt zu unterhalten.

Du sprichst sehr gut Deutsch, hast eine Arbeit gefunden und eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis.
Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

Mein größter Wunsch ist, dass der Krieg in Syrien aufhört, meine Familie in Sicherheit ist und ich zurück in meine Heimat kann. Für die nahe Zukunft in Deutschland habe ich auch schon Pläne. Ich möchte gerne eine Erzieherausbildung absolvieren und mein Deutsch verbessern. Der tägliche Austausch mit den anderen Kita-Betreuern und den DRK-Mitarbeitern hilft mir dabei.